Analtampons

Analtampons sind als verschließende Inkontinenzversorgung anzusehen. Sie erinnern in ihrer Form an herkömmliche Tampons, wie sie von Frauen verwendet werden. Im Gegensatz dazu hat der Analtampon die Aufgabe, Stuhl solange im Darm zurückzuhalten, bis durch Tamponentfernung eine Darmentleerung erfolgen kann. Analtampons bestehen aus Spezialschaum, der nach Aktivierung durch Flüssigkeit weich und flexibel wird, so daß durch Anpassung an die anatomischen Verhältnisse des Darms nach Einführung mittels Applikator eine Abdichtung ermöglicht wird. Der Applikator ist ein Hilfsgerät und dient der Erleichterung der Tamponeinführung.
Reicht die normale Versorgung mit einem solchen Analtampon nicht aus, so besteht die Möglichkeit, operativ einen Magnetring (künstlicher Enddarmverschluß) zirculär um den Enddarm implantieren zu lassen. Ein spezieller Analtampon mit Magnetstift wird später im Darm durch den Magnetring sicher fixiert.

Folgende Indikation gelten:

1. Normaler Analtampon
  • Stuhlinkontinenz, permanent
  • Stuhlinkontinenz in Verbindung mit Dekubitusgeschwür am Gesäß oder im Steißbereich
  • Stuhlinkontinenz mit nervalen Restfunktionen im Sphinktermuskelbereich als Unterstützung zum ärztlich kontrollierten Sphinktertraining
  • Nach Operation am Enddarm, um Heilungsprozeß zu beschleunigen
2. Tampon mit Magnetstift
  • Künstlich angelegter Enddarmverschluß mit Magnetring
Folgende Merkmale finden sich:

  • Möglichkeit der Anpassung des Tampons an anatomische Verhältnisse
  • Sichere Fixierung des Tampons im Analbereich
  • Hautfreundliche, hypoallergene, toxikologisch und karzinogen unbedenkliche Materialien
  • Anpassungsfähiges Material, das nach Einsetzen Dichtigkeit gewährt
  • Rückhol- und Fixierungsfaden
  • Möglichkeit, den Tampon auf Applikator zu fixieren, um Einführen zu erleichtern
  • Hautfreundliche Materialien
  • Beachtung der hier gültigen Normen und Gesetze
  • Nachweis, daß Material den medizinischen und technischen Anforderungen entspricht
     

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