Definition: Stressinkontinenz


Stressinkontinenz, Belastungsinkontinenz nennt man den Harnverlust bei defektem Harnröhrenverschluß. Charakteristischerweise kommt es beim Husten, Niesen, Heben schwerer Lasten oder beim Treppensteigen zum unfreiwilligen Harnabgang. Ursache ist vor allem bei Frauen eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, z.B. nach Schwangerschaft und Geburt,aber auch aufgrund hormoneller und altersbedingter Veränderungen,beim Mann vor allem nach Verletzungen des Schließmuskels im Rahmen von Operationen der Prostata. Die Harnblase funktioniert normal.

Therapie:
Beckenbodentraining, parallel dazu Gewichtsreduktion, Stuhlgangregulierung, zusätzlich können Medikamente und Hormone helfen; je nach Schwere und Ausmaß kann auch eine Operation notwendig sein.
 

Quelle: HR Univ.Prof.Dr. Helmut Madersbacher, GIHÖ


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